Pflegeleichtigkeit
Untersuchungen zur Verbesserung der Pflegeleichtigkeit und des Anschmutzverhaltens zur Erhöhung der hygienischen Akzeptanz von textilen Bodenbelägen (AiF 13494 N)
- Untersuchungen zur Verbesserung der Pflegeleichtigkeit und des Anschmutzverhaltens zur Erhöhung der hygienischen Akzeptanz von textilen Bodenbelägen (AiF 13494 N)
- Förderung durch das Forschungskuratorium Textil e.V. aus Haushaltsmitteln des Bundesministeriums für Wirtschaft und Arbeit (BMWA) über die Arbeitsgemeinschaft industrieller Forschungsvereinigungen "Otto von Guericke" e.V. (AiF)
- Projektlaufzeit: 01.06.2003 bis 31.08.2005
Ziel des Forschungsprojektes:
Das Ziel dieses Forschungsvorhabens bestand darin, eine optimale Konstruktion für einen textilen Belag im Hinblick auf das Anschmutzungs- und Reinigungsverhalten zu entwickeln. Dabei sollte auf die Anwendung chemischer Ausrüstungen verzichtet werden und die Pflegeleichtigkeit vor allem über Konstruktionsvarianten hinsichtlich Modifikationen in den verschiedenen relevanten Bereichen des Mehrkomponentensystems textiler Bodenbelag erreicht werden. Auf Basis der geplanten Untersuchungen sollte eine Empfehlung für den möglichen Einsatzbereich eines Teppichbodens anhand seiner Konstruktionsdaten in Bezug auf seine Anschmutzungs- und Reinigungseigenschaften erarbeitet werden.
Ergebnisse:
Es wurden insgesamt 24 verschiedene Versuchswaren hergestellt. Diese Versuchswaren unterschieden sich in den Konstruktionsparametern Faserfeinheit, -querschnitt, -mattierung, Garnart, -feinheit, -bausch, Polart, -höhe und Flächengewicht (Stichdichte). Die Anschmutzung der Versuchswaren erfolgte in verschiedenen Versuchsanordnungen. Für die Reinigung wurde ein Sprühextraktionsverfahren verwendet. Untersucht wurden die Anschmutzung und die Reinigung farbmetrisch und makroskopisch.
Die Untersuchungsergebnisse zeigen einen Einfluss der Faserfeinheit auf die Anschmutzungsneigung der untersuchten Waren. Die Versuchswaren, deren Garne aus gröberen Fasern bestehen, schmutzen weniger stark an als solche, die einen feineren Titer besitzen. Die Vergleiche zum Faserquerschnitt zeigen, dass die Waren aus trilobalen Fasern stärker anschmutzen als solche aus Hohlfasern. Ein weiterer Einflussfaktor auf die Anschmutzungsneigung ist mit dem Bausch der Garne gegeben. Hier zeigt sich, dass Waren mit hochbauschigen Garnen weniger stark anschmutzen als solche mit Standardbausch. Das Flächengewicht der Ware beeinflusst die Anschmutzung insofern, als dass dichtere Waren stärker anschmutzen als die weniger dichten Versuchswaren. Über die hier ebenfalls untersuchten Parameter Fasermattierung, Garnfeinheit und Polhöhe und ihren Einfluss auf die Anschmutzungsneigung textiler Bodenbeläge kann aufgrund fehlender Sicherheit keine Aussage getroffen werden. Durch die Sprühextraktion kann der an den Fasern anhaftende Feinschmutz in allen Versuchsanordnungen nur teilweise entfernt werden. Der Einfluss einzelner Konstruktionsparameter auf die Reinigungsfähigkeit kann wie folgt beurteilt werden: Bei Faserquerschnitt und -mattierung zeigt sich, dass die Ergebnisse je nach Anschmutzgerät unterschiedlich sind. Daher kann keine allgemeine Aussage über den Einfluss dieser Konstruktionsparameter auf die Reinigungsfähigkeit textiler Bodenbeläge getroffen werden. Beläge, welche aus feinen Garnen gefertigt wurden, lassen sich besser reinigen als solche, die aus Garnen mit gröberem Titer hergestellt sind. Die Parameter Faserfeinheit, Bausch, Polhöhe und Flächengewicht (Stichdichte) können nicht beurteilt werden.
Projektpartner:
- Anker-Teppichboden
- CC Dr. Schutz GmbH
- Dura Tufting GmbH
- Ecolab GmbH & Co. OHG
- Invista (Deutschland)
- GmbH Klaus Steimann Unternehmensberatung
- Longlife Teppichboden
- RZ Chemie GmbH
Danksagung:
Wir danken dem Forschungskuratorium Textil e.V. für die finanzielle Förderung des Forschungsvorhabens (AiF 13494 N), die aus den Haushaltsmitteln des Bundesministeriums für Wirtschaft und Arbeit (BMWA) über die Arbeitsgemeinschaft industrieller Forschungsvereinigungen "Otto von Guericke" e.V. (AiF) erfolgte.
Der Schlussbericht ist als Schriftenreihe (2005/85) beim TFI erhältlich.
Kontakt:
Dipl.-Ing. Sophia Gelderblom; +49 241 9679 -134
sgelderblom@tfi-online.de